Sieben aufeinen Streich

Fünf Kirchen, sieben Türme

Lübeck ist UNESCO Welterbe mit einzigartiger Silhouette

Lübeck ist die Stadt der sieben Türme. Fünf gotische Backsteinkirchen gehören zu dem beeindruckenden Panorama, das als Symbol für Macht und Reichtum der „Königin der Hanse“ galt.

Die sieben Türme über dem mittelalterlichen Häusermeer muten aus der Ferne wie spitze Zacken einer Krone an. Die roten Backsteinriesen wurden über mehrere Jahrhunderte erbaut und verändert und sind Teil des UNESCO Welterbes. Sie spielen eine bedeutende Rolle im geistigen und kulturellen Leben der Stadt. Ihr von weitem hörbares, unaufgeregtes Glockengeläut ist Ausdruck lübschen Lebensgefühls wie der Backstein und das Meer.

Gottesdienste, Orgelmusik, Turm- und Gewölbeführungen und Chorkonzerte, aber auch Lesungen, Diskussionsabende und Performances machen die prachtvollen Kirchenräume hautnah erlebbar.

Diese fünf Kirchen und ihre sieben Türme bilden Lübecks berühmte Silhouette

Die selbstbewussten Lübecker Ratsherren und Kaufleute ließen "ihre" Kirche mit zwei Türmen im Zentrum der Altstadt errichten. Auf zahlreichen Reisen hatten die Kaufleute die prächtigen gotischen Sandsteinkirchen in Frankreich gesehen und waren von diesem neuen Baustil begeistert. Erstmals wurde mit der Marienkirche jedoch eine Basilika aus Backstein erbaut, die als Mutter zahlreicher Backsteinkirchen im Ostseeraum gilt. Einen ersten Eindruck des faszinierenden Bauwerks vermittelt eine 360°-Ansicht.

Der Dom zu Lübeck zählt mit seinen beiden majestätischen Kirchtürmen ebenfalls zu den ältesten Baudenkmälern Lübecks und war über viele Jahrhunderte Bischofssitz. Heinrich der Löwe sah der Legende nach einen Hirsch mit einem goldenen Kreuz zwischen dem mächtigen Geweih. Er glaubte an ein Zeichen Gottes und ließ an der Stelle, die der Hirsch besuchte, den Lübecker Dom errichten.

TREFFEN SICH ZWEI GEGENSÄTZE

Über das Zusammenspiel von Kirche und Kultur

> Zur Geschichte

 

Die Handwerker haben sich mit St. Aegidien ebenfalls eine Kirche mit einem Turm erbaut, benannt nach dem Heiligen Aegidius, dem Nothelfer und  Patron der Jäger, Hirten, Pferdehändler, der Schiffbrüchigen, Bogenschützen, Bettler, Aussätzigen und der stillenden Mütter.

St. Petri gab sich als Kirche der Binnenschiffer mit einem Turm zufrieden. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erhielt erst im 15. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Infolge des Bombenangriffs an Palmarum 1942 verlor St. Petri ihr Dach und den Turmhelm. Der Innenraum brannte vollständig aus. Heute dient die wiederaufgebaute lichtdurchflutete fünfschiffige Hallenkirche als Ort für Kulturveranstaltungen aller Art. St. Jakobi ist seit jeher die Kirche der Seefahrer und der Pilgernden. Sie beherbergt auch das Rettungsschiff der PAMIR, die 1957 sank. Neben dieser "Nationalen Gedenkstätte für die zivile Seefahrt" ist der Brömsenaltar aufgrund seiner virtuosen Bildgestaltung als einer der herausragenden Kunstschätze der Kirche zu nennen.

ZUM AUSRASTEN SCHÖN

Zsuzsa Bereznai über Glaube, Gesang und Glücksgefühle im Weltkulturerbe

 

> Zum Portrait von Zsuzsa Bereznai

Jedes Wohnquartier der mittelalterlichen Stadt besaß also seine eigene Kirche und die Menschen besuchten je nach Berufsstand die ihnen zugehörige Kirche. So viele Kirchen an einem Ort haben das Denken beeinflusst: Kirchtürme, Macht und Reichtum kann man nie genug haben! Heute noch ranken sich viele Mythen und Geschichten um die mittelalterlichen Meisterwerke, die früher Gotteshaus, Zufluchtsort, Prestigeobjekt und Schatzkammer zugleich gewesen sind.

Da, wo Liebe ist, ist der Sinn des Lebens erfüllt.

Dietrich Bonhoeffer

Lübeck ist eine von Respekt und Toleranz geprägte Stadt. Viele Kirchen und Glaubensgemeinschaften beleben den lebendigen Austausch.

Die fünf großen Altstadtkirchen, die mit ihren sieben Türmen die Silhouette der Hansestadt prägen, gehören der lutherischen Kirche Nordelbien an. Doch in Lübeck ist viel Raum für das gelassene Nebeneinander zahlreicher Glaubensrichtungen. Hier erfährst du mehr!

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