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12|01|2018

Erfolgreiches drittes Jahr für das Europäische Hansemuseum - Jahresbilanz 2017 und Ausblick 2018

Erneut rund 114.000 Besucherinnen und Besucher – Weiterempfehlungsrate auf 93 Prozent gestiegen – DAM Preis 2017 für Architektur – Erweitertes Führungsangebot und neue Veranstaltungsreihe – Zwei Sonderausstellungen für 2018 in Planung

Das Europäische Hansemuseum blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Auch im dritten Jahr seit seiner Eröffnung erfreut sich das Museum einer durchweg positiven Resonanz: Rund 114.000 Besucherinnen und Besucher zählte das Haus an der Untertrave im Jahr 2017. Die stärkste Besuchergruppe kommt mit knapp 43 Prozent aus Schleswig-Holstein, die zweitstärkste bilden die ausländischen Gäste mit rund vierzehn Prozent. Damit ist der internationale Zuspruch des Hauses gestiegen. Die drittgrößte Besuchergruppe kommt aus Niedersachsen, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Einer starken Nachfrage erfreuten sich erneut die Führungen des Museums: Insgesamt fanden 2017 rund 1.400 Gruppenführungen statt, darunter zahlreiche für Schulklassen. Ab 2018 wird das Angebot erweitert: Öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung finden dann samstags um 14 Uhr und sonntags um 11 Uhr statt, gleichzeitig wird die beliebte Familienführung „Das Mittelalter beleuchten“ nun jeden Sonntag um 14 Uhr angeboten.

„Wir freuen uns über ein außerordentlich zufriedenes Publikum. Ganze 93 Prozent unserer Gäste würden den Besuch des Europäischen Hansemuseums weiterempfehlen, 79 Prozent würden uns erneut besuchen. Doch nicht nur bei unseren Besucherinnen und Besuchern genießt das Museum einen guten Ruf, auch aus fachlichen Kreisen kam Anerkennung. So wurden Andreas Heller Architects & Designers für die Museumsarchitektur mit dem renommierten DAM Preis 2017 ausgezeichnet“, erläutert Direktorin Dr. Felicia Sternfeld.

Ein besonderes Highlight waren außerdem die beiden Sonderausstellungen, die 2017 gezeigt wurden: „Pin it! Social Media des Mittelalters #PIEHM“ beschäftigte sich mit mittelalterlichen Tragezeichen, die in einen spannungsreichen Dialog mit den heutigen Kommunikationsmitteln in Form von Emojis gesetzt wurden. Die Ausstellung war eine Kooperation mit dem Zeeuws Museum in Middelburg, Niederlande. Ab September ging es im Rahmen des Reformationsjahres in „Geld. Macht. Glaube. Reformation und wirtschaftliches Leben“ um einen bislang wenig erforschten Aspekt der Glaubensspaltung: den Einfluss der Reformation auf die Wirtschaftswelt Europas.

Im Bereich Veranstaltungen und Vermittlung konnte das Hansemuseum 2017 neue Akzente setzen und sich als Ort des kulturellen Lebens und Austauschs noch stärker in der Stadt und überregional verankern: Insbesondere der Hansemuseum Kultursommer lockte mit unterschiedlichen Singer-Songwriter-Konzerten rund 8.000 Menschen an und verwandelte den Innenhof des Museums in einen beliebten Sommertreffpunkt.

Unter dem Titel „Grenzenlos erfolgreich?“ wurde eine neue Veranstaltungsreihe mit wirtschaftspolitischem Fokus etabliert, bei der mit renommierten Persönlichkeiten über verantwortungsvolles Wirtschaften und Nachhaltigkeit diskutiert wird. Die Reihe wird auch 2018 mit aktuellen Themen fortgesetzt. Mit der „Spurensuche Hanse“ – einer digitalen Stadtrallye, welche mithilfe der App Actionbound gespielt werden kann – wurde ein neues und kostenloses Format eingeführt, das der ganzen Familie die Geschichte Lübecks und der Hanse näherbringt. Außerdem sorgte das Weihnachtswunderland in Kooperation mit der Lübeck & Travemünde Marketing GmbH im Advent 2017 erstmals für stimmungsvolle weihnachtliche Atmosphäre auf dem Museumsgelände.

Für 2018 sind im Europäischen Hansemuseum erneut vielfältige Projekte in Planung. Besonders im Fokus stehen zwei Sonderausstellungen, die im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres SHARING HERITAGE bzw. anlässlich des 875-jährigen Stadtjubiläums stattfinden.Vom 10. Mai bis 8. Juli 2018 wird das Ausstellungs- und Bildungsprojekt „Der Konsens. Europas Kultur der politischen Entscheidung“ gezeigt, das einen verblüffenden Brückenschlag zwischen dem Hansetag von 1518 und der Arbeit des Europäischen Rates im Jahr 2018 präsentiert. Besucherinnen und Besucher entdecken das kulturelle Erbe der friedlichen europäischen Entscheidungsfindung und erleben im Planspiel hautnah, was es bedeutet, eine Entscheidung im Konsens zu fällen. Vom 9. September 2018 bis 6. Januar 2019 beteiligt sich das Museum an der Jubiläumsausstellung „875 Jahre – Lübeck erzählt uns was“, die anhand von Grabungsfunden, Urkunden, Büchern und vielen weiteren kuriosen Exponaten die faszinierende Geschichte der Stadt an der Trave lebendig werden lässt. Zum ersten Mal kooperieren hier die Lübecker Museen und das Europäische Hansemuseum für ein gemeinsames Ausstellungsprojekt.

Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Neuerungen: Erstmalig präsentiert das Europäische Hansemuseum ein gedrucktes Programm. Dieser Programmflyer, der in Zukunft weiter ausgebaut werden soll, deckt einen Zeitraum von drei Monaten ab und bietet einen Überblick über die gesamten Veranstaltungen sowie alle Führungen im Museum. Passend dazu haben die interaktiven Tickets ein frisches Design erhalten: Vier attraktive neue Motive und Farben bereichern den Auftritt des Museums und laden dazu ein, das Ticket auch Zuhause beispielsweise als Lesezeichen oder Kühlschrankdekoration weiterzuverwenden. Außerdem bietet
das Museum eine neue Jahreskarte aus nachhaltigem Material an, die mit ihrem handlichen Scheckkartenformat in jedem Portemonnaie Platz findet. Die Jahreskarte umfasst nun auch den kostenlosen Besuch der Sonderausstellungen. Eine weniger haptische, sondern digitale Neuerung, die vor allem Social-Media-Fans freuen wird, ist das flächendeckende WLAN, das ab kommender Woche im gesamten Museum verfügbar ist. Es soll die Besucherinnen und Besucher anregen, ihre Erlebnisse in den Sozialen Medien zu teilen und sich darüber mit dem Museum und anderen Gästen zu vernetzen.

Ziel des Europäischen Hansemuseums ist auch 2018 die Weiterentwicklung einer starken und klaren Präsenz: Mit einem Programm, das auf moderne und fortschrittliche Art und Weise immer neue Perspektiven auf die Zeit der Hanse und ihren Einfluss auf die Gegenwart eröffnet.

Quelle: EHM