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09|05|2018

Der Konsens. Europas Kultur der politischen Entscheidung

10. Mai bis 8. Juli 2018 im Europäischen Hansemuseum Pressetermin am 8. Mai, 14.00 Uhr.

Vierte Sonderausstellung des Europäischen Hansemuseums rückt den Konsens als politisches Entscheidungsprinzip in den Fokus – Brückenschlag zwischen dem Hansetag 1518 und der Arbeit des Europäischen Rates der Gegenwart – Planspiele bieten die Möglichkeit, sich selbst im Konsens zu versuchen – Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018

Schon im Eingangsbereich wirft das Ausstellungsthema seine Schatten voraus – in Gestalt der Staats- und Regierungschefs des Europäischen Rates, die hier als lebensgroße Umrisse dargestellt sind: 28 Frauen und Männer mit 28 Meinungen und Interessen. Sie treffen in den Sitzungen aufeinander und ringen um einvernehmliche Entscheidungen. Ihren Silhouetten gegenüber stehen zwei Objekte – ein historisches Exponat und ein aktuelles Zeitdokument. Bei dem Exponat handelt es sich um den 500 Jahre alten Hanserezess aus Hildesheim, der heute im dortigen Stadtarchiv aufbewahrt wird und exklusiv für diese Sonderausstellung zurück nach Lübeck gereist ist. Ihm zur Seite stehen die sogenannten Schlussfolgerungen, die Abschlussdokumente der Sitzung des Europäischen Rates von Dezember 2017, übersetzt in 24 Sprachen. Der Rezess und die Schlussfolgerungen sind die Belege, die schon zu Beginn der Ausstellung bezeugen, dass Konsens gelingen kann.

„Der Konsens. Europas Kultur der politischen Entscheidung“ ist bereits die vierte Sonderausstellung des Europäischen Hansemuseums und wurde gemeinsam mit dem Historiker Dr. Tillmann Bendikowski von der Medienagentur Geschichte realisiert. Sie wagt einen Brückenschlag zwischen dem Hansetag des Jahres 1518, bei dem die Vertreter der Hansestädte in Lübeck zusammenkamen, und der Arbeit des Europäischen Rates unserer Gegenwart. Auf den ersten Blick haben beide Gremien wenig gemeinsam. Und doch verbindet sie ein europäisches Erbe: die Entscheidung im Konsens.


An verschiedenen Stationen in der Ausstellung werden der oft mühevolle Prozess des Verhandelns und die Mechanismen politischer Entscheidungsfindung, die sich u.a. in Hintergrundgesprächen und dem Aufsuchen der Hörkammer manifestieren, nachvollziehbar. Das Plenum als Herzstück der Ausstellung umfasst zwei Monitore, auf denen man vertiefende Informationen über die Arbeit der beiden Gremien erhält. Es steht symbolisch für den Raum, welcher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, damals wie heute.


Der Konsens ist auch optisch im Raum präsent: Eine eigens für die Ausstellung entwickelte Video-Installation greift das Thema künstlerisch und sinnlich auf. Auf vier Metern Höhe und fünf Monitoren werden Gestiken und Mimiken gezeigt, die den Prozess der Verhandlung in Körpersprache übersetzen und physisch greifbar machen.


Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018 statt, bei dem es auch um die Vermittlung von gelebtem europäischen Erbe geht. Mit zwei eigens entwickelten Planspielen zum Hansetag 1518 und zum Europäischen Rat leistet das Projekt einen Beitrag zur politischen Bildung. Schulklassen und Jugendgruppen haben die Möglichkeit, auf spielerische Art und Weise einen aktiven Einblick in die Möglichkeit einer friedlichen Entscheidungsfindung zu erhalten und sich selbst einmal im Konsens zu versuchen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab der 10. Klasse oder ab ca. 16 Jahren und ist kostenfrei.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband in Deutsch und Englisch, der für 11,80 € im Museumsshop erhältlich ist. Ein umfangreiches Rahmenprogramm setzt die Beschäftigung mit dem Ausstellungsthema fort.



Presseinformation:
Diese Pressemitteilung sowie Pressebilder zur Ausstellung finden Sie auf unserem Pressebereich unter www.hansemuseum.eu. Gerne vermitteln wir Ihnen Hintergrundgespräche und Interviewmöglichkeiten. Für diese – und alle weiteren – Informationen stehen wir telefonisch unter+(49) 451 80 90 99 18 bzw. per Mail an presse@hansemuseum.eu zur Verfügung.


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Quelle: Europäisches Hansemuseum/ Redaktion