In 74 Tagen

Travejazz X Karin Hammar Fab 4 | Torsten Goods

Da geht es zur Sache!

KARIN HAMMAR FAB 4
"No Strings Attached"

Die schwedische Posaunistin Karin Hammar zählt in ihrem Heimatland und in weiten teilen Europas längst als eine der Besten ihres Fachs und auch hierzulande ist sie keine Unbekannte mehr.
Spätestens seit Nils Landgren sie vor Jahren als musikalische Entdeckung  gebührend gefeiert und gefördert hat, zählt die Schwedin international zu den herausragenden Stimmen auf ihrem Instrument und die Liste ihrer musikalischen Referenzen wächst stetig. Neben Tourneen und Veröffentlichungen mit illustren Jazzstars wie Kenny Werner, Tim Hagans, Steve Swallow, Gary Burton oder Maria Schneider ist es vor allem ihr schwedischer Landsmann und Instrumentenkollege Nils Landgren, der sie immer wieder ins Rampenlicht rückte, z.B. als Solistin des Jazz Baltica Ensembles oder der EBU Bigband.
In Japan sind vor allem die Einspielungen der Sliding Hammers, einer Band, die Karin Hammar mit ihrer ebenfalls Posaune spielenden Schwester Mimi unterhält, große Erfolge gewesen.
Mittlerweile wird die Schwedin von der internationalen Musikkritik als eine der interessantesten und vielversprechendsten Posaunistinnen des europäischen Jazz gehandelt. In den vergangenen Jahren erhielt Karin Hammar mehrere Preise, darunter den "Alice Baby Jazz Award" und den "Jazz Club Fasching Award".
Sie spielt Modern Jazz mit Einflüssen aus Salsa, Bossa Nova, Bop, Swing und Popmusik. Diese spannende Mischung gepaart mit ihrer exzellenten Technik, Virtuosität und einer schier unglaublichen Spielfreude, lässt aufhorchen.
Hammar sagt über sich als Posaunistin: "Das schwierigste daran, Jazzmusikerin zu sein ist es, auf die eigene innere Stimme zu hören und diese unabhängig von den musikalischen Gegebenheiten auf der Bühne umzusetzen und ein Stück von sich selbst einzubringen. Manche Musiker spielen nur einen Stil, aber ich bekomme einfach so viel zurück, wenn ich verschiedene Stile spiele und diese miteinander kombiniere."
Nach den beiden von der Kritik gefeierten Alben "Imprints" (2016) und "Circles" (2018) steht den Fab4, dem Ensemble der Posaunistin, nun eine deutlich Klangraumerweiterung ins Haus. Zu der Stammbesetzung mit Andreas Hourdakis an der Gitarre, dem Kontrabassisten Niklas Fernqvist und Fredrik Rundqvist an den Drums gesellt sich ein Streichquartett. Eine Art stylisches Sahnehäubchen. Klassische Texturen werden mit originären Jazz-Progressionen zu ganz eigenen Klangwelten verwoben.
Hourdakis ist ein wendiger Stromgitarrist, der stilsicher die Randgebiete zur Fusion durchstreift. Die Rhythmusgruppe liefert bei Bedarf gehörig Druck und Drive. Doch über allem steht der charakteristische Posaunenton Karin Hammars, der noch einmal deutlich an Reife und Präsenz gewonnen hat. Eine weiche, blitzsaubere Intonation, klare Linienführung mit präzisen Akzenten und - wo nötig - mit einer amtlichen Prise Blech.
Eine Stimme die bleibt.

Karin Hammar Posaune
Andreas Hourdakis Gitarre
Niklas Fernqvist Bass
Fredrik Rundqvist Schlagzeug

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Torsten Goods

Als Sohn einer irischen Mutter und eines deutschen Vaters wurde Torsten Goods 1980 in Düsseldorf geboren. Nach dem Umzug der Familie wuchs er in Erlangen auf. Dank der gut bestückten Plattensammlung seiner Mutter - neben Größen von Duke Ellington bis Oscar Peterson war auch viel Irisches vertreten - fand er früh Zugang zum Jazz. Die ersten Schritte als Gitarrist waren trotzdem altersüblich von Pop und Rock geprägt. Seine ernsthafte Ausbildung begann Goods mit 14 Jahren. In Peter O‘Mara fand er den Lehrer, der ihn gezielt in die improvisierte Musik einwies. Da war er 17 Jahre alt und Talent wie Ehrgeiz waren nicht zu übersehen, was ihm schnell zu Meisterkursen mit den Großen der Zunft verhalf. Während der Schulzeit besuchte er in New York Workshops bei Jim Hall und John Scofield und nahm in Strassburg Unterricht beim Virtuosen der "Gypsy Guitar" Bireli Lagrene, der seine Entwicklung wesentlich beeinflusste.

2001 ging Gutknecht als 20-Jähriger nach New York, mit einem Stipendium für die renommierte New School University, wo Jack Wilkins und Vic Juris seine Lehrer wurden. Wichtiger war für ihn aber noch, dass er sich eineinhalb Jahre lang ins Geschehen am "Big Apple" stürzen konnte: er arbeitete mit Seleno Clarke, Barbara Tucker, Reverend Run (von Run DMC), und traf nicht zuletzt George Benson, einem großen Vorbild, das ihn auch zum Singen inspirierte. Weiterhin durfte er mit Les Paul auftreten, der auch den Künstlernamen Torsten Goods kreierte.

Mit nicht weniger Energie und Zielstrebigkeit hatte Goods schon vor dem Auslands-Aufenthalt im heimatlichen Deutschland weitergearbeitet. Er wurde im Jahr 2000 Mitglied im von Peter Herbolzheimer geleiteten BundesJugendJazzOrchester und spielte bald danach - noch vor dem Abitur - sein erstes eigenes Album ein: mit Tony Lakatos, Davide Petrocca, Dejan Terzic, Guido May, Jan Eschke, Andreas Kurz und Rick Keller entstand 2001 "Manhattan Walls" (Jardis).


2004 folgte "Steppin" (Jazz4ever), an dem neben seiner damaligen Band mit Jan Miserre, Marco Kühnl und Christoph Huber die deutschen Cracks Olaf Polziehn, Martin Gjakonovski, Dejan Terzic, Tony Lakatos, Johannes Enders und Lutz Häfner beteiligt waren. Das Album wurde für den "Preis der deutschen Schallplattenkritik" nominiert, und die internationale Kritik feierte Goods euphorisch als "emerging new force in the jazz scene". Bald darauf wurde er 2005 als einziger Europäer von Wayne Shorter und Herbie Hancock in die Finalrunde der "Thelonious Monk Jazz Guitar Competition" in Washington gewählt. Seitdem geht Torsten Goods auf ausgedehnte Konzertreisen in ganz Europa, Asien und den USA, wo er unter anderem auf Größen wie Bob James, Chris Potter, James Genus, Terry Lynn Carrington, Barbara Tucker, Dawn Tallman, Marcus Fugate, Jimmy Bruno, John Ruocco, Johannes Faber, Leszek Zadlo oder Patrick Scales traf.

Nach zwei Jahren intensiver kompositorischer Arbeit in London und Berlin, kam nun im Juni 2013 sein lang erwartetes fünftes Album "Love Comes To Town" bei ACT heraus. Produziert wurde die neue CD von niemand geringeren als dem Funk-Mastermind Nils Landgren und auch die Gastautritte auf seinen neuen Stücken lesen sich wie das Who-Is-Who der aktuellen Jazzlandschaft: NilsLandgren, Till Brönner, Wolfgang Haffner, Magnus Lindgren, Ida Sand und Victoria Tolstoy sind auf der Platte mit dabei! Torsten Goods repräsentiert eine Mischung aus Jamie Cullum, George Benson und John Mayer mit eigenem Charakter und Stil!


Das Album stieg in den deutschen Media Conrtol Jazz Charts direkt auf Platz 4 ein. Seit Herbst 2012 lehrt Goods an der Universität der Künste-Jazz Institut Berlin im Fach Jazz-Gitarre. Im Jahr 2013 wurde Torsten ausserdem mit dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA im Bereich Jazz und 2014 mit dem Kulturförderpreis seiner Heimatstadt Erlangen ausgezeichnet.

Auf der Karte

Schuppen 6
An der Untertrave 47a
23552 Lübeck
Deutschland

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