In 100 Tagen

Frank London: Von Venedig in die Welt - K 69

Venezianische Gondellieder, Synagogalmusik, mittelalterliche italienische Poesie, biblische Texte, politische Songs und Ghetto-Musik aus aller Herren Länder

In Venedig entstand vor rund 500 Jahren das erste jüdische Ghetto. Auf dem Gelände neben einer alten Kupfergießerei (venezianisch = getto) - das wegen des Rauches, Rußes und Drecks bei der übrigen Bevölkerung als unbewohnbar galt - lebten die Juden hier hinter Mauern und Toren, isoliert vom restlichen Kosmos der Stadt. Der Gebrauch des Begriffs Ghetto verbreitete sich, und seit Beginn des 20. Jahrhunderts bezeichnete er generell jene überfüllten Viertel einer Stadt, in der Minderheitengruppen angesiedelt sind und dabei eine ganz eigene kulturelle Identität entwickeln. Der in New York lebende Klezmermusiker Frank London, der bereits mit dem Geiger Itzhak Perlman oder der legendären Gruppe Pink Floyd zusammenarbeitete, ist tief in diese alte, vielschichtige Welt eingetaucht und sagt: »Musik und Poesie sind ein Mittel für Ghettobewohner, um ihre Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen auszudrücken, um der harten Realität der Unterwerfung zu entfliehen, ihrer Sehnsucht und Hoffnung eine Stimme zu geben. Ghettos sind seit jeher ein komplexes Phänomen, sie bieten sowohl Freiheit und Einschränkung, Schutz und Bedrohung. Dieses Programm ist eine musikalische Reise vom uralten Ghetto in Venedig zu den Favelas von Rio de Janeiro, der Mellah von Marrakesch und den Großstadtghettos von Harlem, Los Angeles und Kapstadt. Es feiert all jene kulturellen Traditionen, die ihre Blüte im Schmelztiegel der Ghettos rund um die Welt erlebten.«

Vor und nach dem Konzert werden Bus-Shuttles zwischen ZOB Lübeck und der Kulturwerft Gollan angeboten.

Auf der Karte

Kulturwerft Gollan, Halle 9
Einsiedelstraße 6
23554 Lübeck
Deutschland

Tel.: 0451 8899700
E-Mail:

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