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Geschichte |
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Weltkulturerbe der UNESCO
Im Dezember 1987 hat der UNESCO-Ausschuss auf Antrag der Hansestadt große Teile der Lübecker Altstadt in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Die "Internationale Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit" ist eine 1972 begründete weltweite Partnerschaft, die helfen soll, das kulturelle Erbe der Völker zu bewahren und die Natur global zu erhalten. Deshalb hat die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) bisher weltweit über 550 zu schützende Kulturstätten und Naturbereiche in ihrer Liste registriert.
Für die Hansestadt Lübeck ist die Aufnahme als Weltkulturgut nicht nur Auszeichnung, sondern zugleich Verpflichtung, sich mit größter Energie für die Bewahrung und Pflege der Altstadt einzusetzen.
In der Palmsonntagnacht 1942 fielen Brandbomben auf den mittelalterlichen Stadtkern und zerstörten fast 1.000 Häuser und fünf der sieben Kirchtürme. Und obwohl ein Fünftel der Stadt vernichtet war, obwohl Fehler beim Wiederaufbau begangen wurden, obwohl die Lübecker Bürger erst in den siebziger Jahren den Reiz ihrer Altstadt entdeckten und mit der Sanierung begannen, beschloss die UNESCO 1987, Lübeck in die Liste des Weltkulturerbes einzutragen.
Denn immer noch ist eine überreiche Substanz an wertvollen Baudenkmälern aus verschiedenen Epochen vorhanden. Die Gebäude aus Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus, die Gänge, Kirchen, Klöster und Befestigungsanlagen ergeben ein einzigartiges Bild der Geschlossenheit: Das mittelalterliche Stadtbild Lübecks, eingebettet in Wasser und Grün.
Darüber hinaus empfahl die UNESCO, die archäologischen Forschungen im Untergrund der historischen Stadt Lübeck fortzusetzen. Und so trifft man, geht man durch die Altstadt, häufig auf Menschen, die bei Baumaßnahmen entweder Scherben aus dem Untergrund holen oder aber mit einem Zeichenbrett über dunklen Schichten brüten: Das sind die Archäologen, die den Alltag der mittelalterlichen Bewohnerinnen und Bewohner erforschen. Denn Lübeck ist das Zentrum der Mittelalterarchäologie, jeder Spatenstich führt direkt in die Geschichte.
In der Hansestadt kommen die Zeugen der Vergangenheit ans Licht, wie z.B. das Holzpüppchen, das um 1300 in die Kloake fiel, der Griffel des Schülers, der im Jahre 1370 in der Schule bei St. Jakobi über Aufgaben brütete und vieles mehr.
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